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für sich zu gewinnen, was
dann bei Erfolg zu Polygamie führt. So gelang es schon Männchen, in einer
Brutzeit 5 Weibchen für sich zu gewinnen.
5 bis 6 Tage nach der 1. Kopulation legt das
Weibchen sein 1. Ei. Die weiteren folgen täglich kurz vor Sonnenaufgang.
Ein Gelege besteht aus 5 bis 8 Eiern. Ihre Grundfarbe ist mattweiß bei
rostroten Punkten, welche sich zum stumpfen Pol hin verdichten. Ihre
Durchschnittsmaße betragen 16,64 x 12,62 Millimeter. Sie haben ein
Frischgewicht von 1,36 Gramm und ein Schalengewicht von 0,074 Gramm. Die
Brutzeit beträgt 14 bis 18 Tage und beginnt nach Ablage des 1. Eies nur
durch das Weibchen. Auch muss es sich während der Brutzeit selber
versorgen, da das Männchen weitere Nester baut und versucht, noch
Weibchen anzulocken. Die nicht belegten Nester werden vom Männchen und
den Jungvögeln als Schlafnester benutzt.

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Die Jungen schlüpfen an einem Tag. Die Eischalen werden vom
Weibchen bis zu 25 Meter vom Nest weggetragen. Ist Wasser in der
Nähe, so werden sie da hineingeworfen. Vom Weibchen wird auch
der Kot bis zum 5. Tag gefressen und ab dem 6. Tag fortgetragen.
Die
Augen der Jungen beginnen sich ab dem |
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Gerade aus dem Nest, wird die fremde Umgebung
noch bestaunt.
Foto: © Günter Hahn |
4. Tag zu öffnen. Nach 8 Tagen, wenn die
Bettelrufe zu hören sind, beteiligt sich das Männchen an der Fütterung.
Dieses geschieht aber nur sporadisch und unregelmäßig. Die Jungen werden
vom Weibchen bis zum 10. Tag gehudert. Bei Gefahr können sie schon mit
10 Tagen , im Regelfall erst mit 14 bis 17 Tagen, das Nest verlassen.
Nach dem Ausfliegen werden sie vom Männchen geführt, aber selten
gefüttert. Das Weibchen kümmert sich dann um das 2. Gelege.
Zaunkönige füttern gelegentlich Nestlinge anderer Arten: Blaumeisen,
Kohlmeisen, Tannenmeisen, Hänflinge, Feldsperlinge, Wasseramseln und
Zilpzalp. Dass die Jungen der Erstbrut bei der Aufzucht der Zweitbrut
den Eltern helfen, wie es bei tropischen Zaunkönigen der Fall ist,
konnte nicht beobachtet werden.
Da der Zaunkönig auf allen Erdteilen vertreten
ist sind die Mauserzeiten überall anders als bei uns in Mitteleuropa.
Die 1. Mauser die ein Zaunkönigjunges durchmacht ist wie der Name es
schon ausdrückt, eine Teilmauser. Je nach Geburt findet sie von Ende
Juli bis Ende Oktober statt.
Die Postnuptialmauser, auch Brutmauser genannt, ist eine Vollmauser der
Altvögel, die von August bis Oktober durchgeführt wird. Die
Pränuptialmauser oder Ruhemauser, eine Teilmauser, findet von Januar
bis April statt.
Der Zaunkönig neigt bei starker und plötzlicher Erregung zur
Schreckmauser.

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| Der Zaunkönig ernährt sich während des ganzen Jahres fast
ausnahmslos animalisch. Er sucht seine Nahrung in Bodennähe.
Durch seine Kleinheit kann er gut Dickichte, Reisighaufen und
Wurzelwerk durchschlüpfen, um zum Beispiel Kerbtiere, deren
Larven und Puppen, Spinnen usw. zu suchen. Die |
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So ein kleiner Körper braucht sehr viel Nahrung.
Foto © Günter Hahn |
unverdaulichen Chitinteile werden als Speiballen herausgewürgt. Auch im
flachen Wasser lebende Kleintiere werden aufgenommen. Als Beikost werden
ab und zu Brom-, Him- und Holunderbeeren verspeist.
Auffallend ist, dass der Zaunkönig nicht in der Lage ist, Hummeln zu
töten oder aus seinem Nest zu vertreiben. Diese Insekten, übrigens auch
Nachtfalter, sind ihm zu groß.
Es gibt keinen Räuber, der sich auf den Zaunkönig
spezialisiert hat. Durch seine Kleinheit und sein geschicktes Ausnützen
von Deckungen ist er unauffällig. Er ist ein mutiger Vogel, und oft
genug vertreibt er durch sein Zischen erfolgreich Eichhörnchen und
Katzen. Trotzdem aber zeigen
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