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Haltung, Zucht

Den wohl ältesten Zuchtbericht, den ich in der Literatur finden konnte, stammt von DANKLER (1900). Um Zaunkönige zu halten, sollte man doch schon Erfahrungen mit Insektenfresser gesammelt haben. Zaunkönige, so wird unter Vogelfreunden erzählt, sind empfindlich in Haltung und etwas anspruchsvoller mit dem Futter. Sie wollen kein Trockenfutter zu sich nehmen, sondern sie benötigen lebende Nahrung. Aber heutzutage ist dieses ja kein Problem, da Lebendfutter überall zu kaufen ist. Mann kann sich auch noch ein Lager anlegen in einer Tiefkühltruhe oder einem Kühlschrank. Auch kommt es darauf an, wie die Kleinen beim Züchter mit Nahrung versorgt wurden. Hier sei auch noch das Problem der Mehlkäferlarven erwähnt, wenn nur diese Larven verfüttert werden, so kümmern die Vögel so vor sich hin und es treten geschwollene Fußgelenke auf. Also wenn schon Mehlkäferlarven, dann schon frischgehäutete Tiere. Natürlich können Ameisenpuppen, Heimchen und Fliegenlarven gegeben werden und somit für Abwechslung sorgen.
Die Voliere sollte gut bepflanzt und strukturiert sein. Es sollten reichlich Schlupfwinkel vorhanden sein, die dringend bei  paarweiser Haltung benötigt werden, da beide Vögel sehr aggressiv gegeneinander sind und auch jeder von ihnen ein eigenes Winterrevier  aufbaut und verteidigt.
Sind die Partner gut eingewöhnt und aufeinander eingespielt so hat man muntere und liebenswürdige Vögel. Schwierig ist es ein Paar welches harmonisiert zu bekommen .

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife erfolgt im 1. Lebensjahr. In Mitteleuropa findet die 1. Brut Ende April/Mai und die 2. im Juni/Juli statt. Ganz selten leben Zaunkönige monogam, meistens aber lebt das Männchen mit mehreren Weibchen, dieses aber hängt von der Qualität seines Reviers ab.

Balz, Paarung

Im Frühjahr sucht sich das Männchen ein Brutrevier und beginnt gleich damit, mehrere Nester im Rohbau zu fertigen. Die Neststandorte werden vom Männchen sehr variabel ausgesucht. Sie hängen sehr vom Gelände und auch von der Vegetation ab. Sie liegen unter Bruchholz und Baumwurzeln, unter ausgespülten Bachufern, unter Stegen, in alten Mauern oder Stallungen, im dichten Buschwerk oder in Hecken. Kuriose Neststandorte sind in  der Literatur wiedergegeben. Es wurden Nester in vertrockneten Tierleichen, in zum Trocknen aufgehängter Wäsche, in Brutröhren von Eisvogel und Uferschwalbe, in Nestern der Wasseramsel, Beutelmeise usw. gebaut.

Nest

Das ovale backofenförmige Nest ist aus Moos, altem Laub und trockenen Farnblättern gebaut. Es hat eine Größe von zirka 16 Zentimeter Höhe und 13 Zentimeter Breite. Aber dieses hängt vom Standort ab. Das seitliche Einschlupfloch hat einen


Die Zeichnung "Der Zaunkönig am Nest" wurde ebenfalls von Angelika Bornstein gefertigt. Auch hier ist deutlich die Kleinheit des Vogels zu erkennen. Zeichnung: © Angelika Bornstein
Durchmesser von 2 ½ Zentimeter. Bis zu 8 Nestrohbauten kann ein Männchen fertigen. Sobald ein Nest im Rohbau gefertigt ist, lockt das Männchen mit seinen Gesang ein Weibchen an. Nähert sich dieses, so wird der Gesang leise und unvollständig. Das Weibchen nimmt mit hängenden, sich dauernd zuckenden Flügeln eine Balzhaltung ein. Auch wird dabei der gefächerte
Die Zeichnung "Der Zaunkönig am Nest" wurde ebenfalls von Angelika Bornstein gefertigt. Auch hier ist deutlich die Kleinheit des Vogels zu erkennen.

Schwanz auf und ab und seitlich hin und her bewegt. Das Männchen fliegt das Weibchen an, fliegt zurück und schlüpft singend in eines seiner Nester, das heißt, es zeigt dem Weibchen das Nest. Bekundet das Weibchen mit leisem »Tzerr« sein Interesse, so ist auch die Bereitschaft zum Paaren da. Es geht in Kauerstellung, zittert mit abgestellten Flügeln und schlägt den gefächerten Schwanz nach unten. Sofort nach der Kopulation fliegt das Männchen zu seiner Singwarte.
In den folgenden Tagen polstert das Weibchen das Nest mit Moos, Wolle und Federn aus. Da Weibchen nicht reviertreu sind, versucht das Männchen, jedes sich nähernde Weibchen

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