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Der Zaunkönig ist klein, zimtbraun und trägst sein Schwänzchen fast senkrecht hoch. Foto: © Günter Hahn
Der Zaunkönig ist klein, zimtbraun und trägst sein Schwänzchen fast senkrecht hoch.
Foto: © Günter Hahn http://www.guenter-hahn1.de

Kennzeichen

Der Zaunkönig ist ein kleiner, kugeliger Vogel von etwa 9 ½ bis 11 Zentimeter Körperlänge. Seine Flügelspannweite beträgt 14 bis 15 Zentimeter. Entsprechend klein ist sein Gewicht mit 7 ½ bis 11 Gramm. Seinen kurzen Schwanz trägt er fast senkrecht. Er hat eine rotbraune Oberseite. Schwanz, Flügel und Flanken sind mit dunkelbraunen Wellenlinien gezeichnet und somit der Umgebung angepasst.  Seine Unterseite ist fahlbraun. Auffallend ist ein cremefarbiger Überaugenstrich, welcher an den dunklen Ohrdecken endet. Der pfriemförmige Schnabel ist leicht gebogen. Oberseits ist er schwarzbraun und an der Unterseite gelblich. Im Schnabelwinkel befinden sich


Gut angepasst an das Leben im Gezweig sind die langen Beine mit ihren Zehen und Krallen. © Foto Günter Hahn
Borstenhaare. Die Iris des Auges ist nussbraun. Die Füße sind fleischfarben bis bräunlich. Die Geschlechter gleichen sich.  Weibchen sind während der Brutzeit am Brutfleck und an der Kloake (kein Zäpfchen) zu erkennen. Da Weibchen nur leise singen, sind die Männchen am lauten zwischendurch fast
schrillen Gesang zu erkennen.
Gut angepasst an das Leben im Gezweig sind die langen Beine mit ihren Zehen und Krallen.
© Foto Günter Hahn

Das Männchen brütet nicht, sondern nur das Weibchen. Der Rohbau eines Nestes wird vom Männchen und der Innenbau vom Weibchen gefertigt. Die Geschlechter lassen sich an den Flügellängen unterscheiden: Während Weibchen zwischen 45 bis 48 Millimeter messen, sind die Flügel beim Männchen zwischen 49 bis 53 Millimeter lang. Jungvögel gleichen den Altvögeln. Sie wirken fahler, da die dunkle Bänderung nicht so ausgeprägt ist. Die Nestlinge sind an Kopf und Rücken mit kurzen, schütteren dunkelgrauen Dunen versehen. Der Rachen ist leuchtend gelb und die Randwülste sind blassgelb.

Verhalten

Mit raschen, fast schwirrenden Flügelschlägen fliegt der Zaunkönig gradlinig und schnurrend direkt über den Boden hin. Er huscht wie eine Maus von Deckung zu Deckung ins Gebüsch, wo er sich meistens aufhält. Bei der kleinsten Erregung stelzt er seinen Schwanz. Der laute und kräftige Gesang wird von erhöhter Warte vorgetragen. Der Zaunkönig ist tag- und dämmerungsaktiv. Er badet selten im Wasser. Lieber sucht er feuchtes Gras auf oder nimmt ein Staub- oder Sonnenbad. Die  Zaunkönige versuchen sich außerhalb der Brutzeit in einer Schlafgemeinschaft zu schützen. Sie liegen dann in einem alten Zaunkönignest oder Nistkasten im Kreis, den Kopf nach innen und das Hinterteil nach außen gesteckt.

Stimme

Der Zaunkönig bringt als Gesang eine laute schmetternde Strophe mit rollenden Tönen, die plötzlich endet. In der Regel wird der Gesang während der Brutzeit von höheren Singwarten vorgetragen, so dass er bei guten Bedingungen bis zu einer Entfernung von 500 Meter noch zu hören ist. Ansonsten ist der Gesang fast das ganze Jahr über zu hören. Der Lockruf ist laut und kurz »Zick«. In der Erregung wird »Tzrr-tzrr« gerufen, welches zu einen langen »Trrrrr« gedehnt werden kann. Das »Teck« oder »Teck-teck-teck« ähnelt dem des Rotkehlchens, ist aber lauter und härter.
Der Gesang des Zaunkönigs ist laut und kräftig. Deshalb wurde er als Teilnehmer für den jährlich durchgeführten European Bird Contest »Bird Eurovision 2002« vom BUND gewählt.
Wer sich hierüber informieren möchte, siehe unten!
Vogel-Pendant zum "Grand Prix d' Eurovision de la Chanson" gestartet:

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