KennzeichenDer Zaunkönig ist ein kleiner, kugeliger Vogel von etwa 9 ½ bis 11 Zentimeter Körperlänge. Seine Flügelspannweite beträgt 14 bis 15 Zentimeter. Entsprechend klein ist sein Gewicht mit 7 ½ bis 11 Gramm. Seinen kurzen Schwanz trägt er fast senkrecht. Er hat eine rotbraune Oberseite. Schwanz, Flügel und Flanken sind mit dunkelbraunen Wellenlinien gezeichnet und somit der Umgebung angepasst. Seine Unterseite ist fahlbraun. Auffallend ist ein cremefarbiger Überaugenstrich, welcher an den dunklen Ohrdecken endet. Der pfriemförmige Schnabel ist leicht gebogen. Oberseits ist er schwarzbraun und an der Unterseite gelblich. Im Schnabelwinkel befinden sich Das Männchen brütet nicht, sondern nur das Weibchen. Der Rohbau eines Nestes wird vom Männchen und der Innenbau vom Weibchen gefertigt. Die Geschlechter lassen sich an den Flügellängen unterscheiden: Während Weibchen zwischen 45 bis 48 Millimeter messen, sind die Flügel beim Männchen zwischen 49 bis 53 Millimeter lang. Jungvögel gleichen den Altvögeln. Sie wirken fahler, da die dunkle Bänderung nicht so ausgeprägt ist. Die Nestlinge sind an Kopf und Rücken mit kurzen, schütteren dunkelgrauen Dunen versehen. Der Rachen ist leuchtend gelb und die Randwülste sind blassgelb. VerhaltenMit raschen, fast schwirrenden Flügelschlägen fliegt der Zaunkönig gradlinig und schnurrend direkt über den Boden hin. Er huscht wie eine Maus von Deckung zu Deckung ins Gebüsch, wo er sich meistens aufhält. Bei der kleinsten Erregung stelzt er seinen Schwanz. Der laute und kräftige Gesang wird von erhöhter Warte vorgetragen. Der Zaunkönig ist tag- und dämmerungsaktiv. Er badet selten im Wasser. Lieber sucht er feuchtes Gras auf oder nimmt ein Staub- oder Sonnenbad. Die Zaunkönige versuchen sich außerhalb der Brutzeit in einer Schlafgemeinschaft zu schützen. Sie liegen dann in einem alten Zaunkönignest oder Nistkasten im Kreis, den Kopf nach innen und das Hinterteil nach außen gesteckt. StimmeDer Zaunkönig bringt als Gesang eine laute
schmetternde Strophe mit rollenden Tönen, die plötzlich endet. In der Regel
wird der Gesang während der Brutzeit von höheren Singwarten vorgetragen, so
dass er bei guten Bedingungen bis zu einer Entfernung von 500 Meter noch zu
hören ist. Ansonsten ist der Gesang fast das ganze Jahr über zu hören. Der
Lockruf ist laut und kurz »Zick«. In der Erregung wird »Tzrr-tzrr« gerufen,
welches zu einen langen »Trrrrr« gedehnt werden kann. Das »Teck« oder »Teck-teck-teck«
ähnelt dem des Rotkehlchens, ist aber lauter und härter. |