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Der Uhu
(Bubo Bubo)
Ist er wieder heimisch ? |
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Allgemeines
Systematik
Verbreitung,
Lebensraum
Kennzeichen
Verhalten -
Stimme
Haltung_und
Zucht
Fortpflanzung
Balz,_Paarung
Horst
Ei,_Gelege
Schlupf,Aufzucht
Ernährung
Schutz
Ausklang
Literatur |
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Uhu
Foto: Dr. Monika Kirk
www.Eulenwelt.de
Der größte unserer heimischen Eulenvögel
wurde durch Sage und Mär zum „König der Nacht“. Seine versteckte
Lebensweise, wie auch sein ungeselliges Wesen und sein dumpfes, auf
abergläubische Gemüter schaurig wirkendes Rufen haben ihn nur namentlich
bekannt gemacht. Als überaus scheuer Nachtvogel, der sich tagsüber versteckt
hält und noch zudem sehr selten ist, haben wir keine Gelegenheit ihn zu
beobachten. So sind im Volksmund für unserem Uhu fast an die 100 Namen wie
Schuhu, Buhu, Buhuo, Auf und Gauf entstanden.
Diese größte
europäische Eule hatte unter seinen Beutetieren einen nicht unerheblichen
Anteil jagdbaren Wildes und zog sich den Zorn der Waidmänner zu. UTTENDÖRFER
und andere wiesen in ihren Untersuchungen nach, dass zu den Beutetieren des
Uhus 53 Arten Säugetiere wie Hasen und Kaninchen usw., als auch 177
Vogelarten wie Raufußhühner, Fasane und Feldhühner, sowie Lurche gehörten.
Deshalb wurde er mit Schrot und Kugel und vielfach mit Tellereisen und Gift
bis in die dreißiger Jahre des 19. Jahrhunderts verfolgt. Negative
Auswirkungen auf den Bestand waren unter anderem die Hüttenjagd, das
Trophäen- und Eiersammeln. Seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts steigen
immer mehr die Verluste der Draht- und Verkehrsopfer. In nicht gerade
wenigen Fällen wird der Uhu durch Aktivitäten von Touristen und Freizeitlern
gestört. Der absolute Tiefpunkt war 1965 erreicht, als der Uhu nur noch mit
wenigen Paaren in der Bundesrepublik vertreten war, und das obwohl bereits
in den sechziger Jahren Uhus ausgesetzt wurden. Es musste dringend etwas zum
Schutz des Uhus getan werden. Es wurde die „Aktion zur Wiedereinbürgerung
des Uhus“ gegründet. Durch ihre Hilfe, wie zum Beispiel Auswilderungen des
Uhus und die Bewachungen der Horste bis zum Ausfliegen der Jungen und durch
strenge Schutzbestimmungen konnte die Ausrottung des Uhus
gebremst werden. Heute sind schon schöne Erfolge zu verzeichnen so dass man
hoffen kann, dass uns diese prächtige Eulenart als Brutvogel erhalten
bleibt.
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Unterarten nach
PETERS
in
MÄRZ (1958):
Der Uhu, NBB 108 |
1. bubo, 2. hispanus,
3. interpositus, 4. ruthenus,
5. baschkirikus, 6. sibiricus,
7. jenisseensis, 8. dauricus,
9. jakutensis, 10. ussuriensis,
11. inexpectatus, 12. tenuipes,
13. borissowi, 14. turcomanus,
15. zaissanensis, 16. nikolski,
17. tibetanus, 18. kiautschensis, 19. jarlandi, 20. swinhoei,
21. hemachalana,
22. bengalensis, 23. ascalaphus, 24. desertorum |
Der Uhu hat unter allen
Uhuarten die ausgedehnteste Verbreitung: Eurasien. Nord-, Ost- und
Südafrika, von Alaska und Labrador bis zur Magalhaesstraße. Bei und in
Deutschland ist er durch die Nominatform bubo vertreten.
Der Uhu besiedelt in Europa unterschiedliche Lebensräume. Mit Ausnahme des
mitteleuropäischen Tieflandes brütet der Uhu vorwiegend an Felswänden oder
Geröllbedeckten Steilwänden. Er kommt in Hoch- und Mittelgebirgen und deren
Vorländern, in Flusstälern oder locker bestockten Wäldern mit Felsen vor.
Die Bindung an einen ausgewählten Brutplatz kann über Jahrzehnte hinweg
andauern. Uhus sind in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet Standvögel und
entfernen sich auch im Winter nicht weit vom Brutplatz. Die jungen Uhus
streichen dagegen in den ersten zwei Lebensjahren bis zu ihrer
Geschlechtsreife umher um ein geeignetes Revier zu suchen.
Mit
seinen 71 bis 75 cm Körperlänge und einer Spannweite von 150 bis 180 cm
und weiterhin einem Körpergewicht von 2000 bis 3200 Gramm gehört er zu den
größten Eulen Europas. Diese erhöhten Maße treffen für ein Weibchen zu, die
Männchen sind merklich kleiner. Beide gleichen sich in der Färbung.
Auffallend ist der gedrungene Körper, mit dem runden, dicken Kopf mit den
beweglichen, bis 8 cm langen Federohren und den großen leuchtend gelborangen
Augen. Das Gefieder ist gelbbraun bis graubraun mit dunklen, schwarzen
Längs- und Querzeichnungen. Der weiße Kehlfleck ist nur angedeutet und wird
während des Rufens deutlicher sichtbar. Beine und Füße sind befiedert.
Schnabel und Krallen sind dunkel. Jungvögel sind unterseits beigefarben mit
dunkler schwach wellenförmiger Querzeichnung. Die weißbedunten Nestlinge
werden blind geboren. Sie bekommen ein bräunlichgelbes Zwischenkleid.
Der
Uhu ist vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und während der Brutzeit auch
tagsüber sehr rege. Bei Erregung stehen seine Ohren steil hoch, dagegen
schräg nach außen stehende Ohren deuten seine Entspannung an. Tagsüber ruht
er sich in Baumkronen oder Felsspalten aus. Er benötigt aber hier freie
Sicht über das umliegende Gelände. Er badet gerne im Wasser, lässt sich
aber auch mit ausgestreckten Flügeln ausgiebig beregnen. Beim Sonnenbaden
werden die Körperfedern gesträubt und die Flügel hin und wieder auf dem
Boden ausgebreitet. Selbst Sandbaden, besonders während der Mauser, wird
ausgiebig wahrgenommen.
Gesang und Rufe des Uhus werden mit geschlossenem Schnabel vorgetragen. Sie
sind das ganze Jahr über zu hören, besonders oft aber von Februar bis April
und im Herbst. Das Männchen singt monoton gereiht »Buho« oder »Uuo«. Der
Gesang ist nicht laut, aber trotzdem weit zu hören. Beim Drohverhalten geben
sie ein Schnabelknappen mit einem Fauchen wie von einer Katze von sich.
Kommt es zum Kampf mit einem Nebenbuhler, so ist oft ein lautes Kreischen,
ein heiseres Fauchen und Schnabelknappen zu vernehmen, also Laute, die in
der Dunkelheit der Nacht für viele Menschen mehr als schauerlich klingen.
Der Ruf des Weibchens ist rauer, höher und deutlicher zweisilbig »U-hu« oder
»Uh-ju«. Zur Balzzeit rufen beide im Duett und sie können sich steigern zum
raschen »Huhuhu«. In der Brutzeit ist der Standortlaut des Weibchens ein
nasales »Chriä«. Der Warnruf ist ein hartes, reiherartiges »Gräck«. Die
Jungen betteln in den 1. Lebenstagen leise »Sri«, ab der 3. Woche wird
daraus ein kurzes, scharfes »Chzscht« und ab der 7. Woche rufen sie
mehrsilbig und gepresst »Chjüjöö«, welches bis zu einem Kilometer weit zu
hören ist. Bei Beunruhigung sowie positiver als auch negativer Art ist von
ihnen ab dem 20. Tag ein Schnabelknappen zu hören.
Die
Erstzucht des Uhus gelang 1849 FOUNTAINE, England. Wer Uhus halten möchte,
sollte sich mit dem Bundesartenschutzgesetz befassen und sich eingehend bei
der Naturschutzbehörde beraten lassen. Die Haltung und die Zucht unserer
größten Eule ist relativ einfach und problemlos. Natürlich muss die Voliere
der Größe des Uhus entsprechen. Die Voliere sollte oben und an den Seiten,
ohne allerdings die Frontseite geschlossen sein. Neben großen Steinen und
ein paar knorrigen Baumwurzeln gehören ein paar Sitzstangen. Diese dürfen
nicht zu dünn sein und sollten mindestens 10 Zentimeter dick sein. Weiterhin
braucht der Uhu ein Badebecken für Wasser und ein trockenes Sandbad. Beides
sollte 1 m im Durchmesser betragen. Ein lichter Bewuchs aus Koniferen als
Sichtschutz ist immer angebracht, sie sollten aber so stehen, dass die Uhus
nicht beim Fliegen behindert werden. An einer hohen und gedeckten Stelle
wird der Horstunterstand ebenfalls von 1 m im Durchmesser vorgesehen. Im
Laufe der Zeit sammeln sich hier Gewölle an und bilden eine Unterlage. Von
der Tür aus gut erreichbar wird ein Futtertisch mit glatter Oberfläche
aufgestellt. Er sollte von vorne gegen Sicht geschützt sein, damit Besucher
nicht gleich geschockt werden. Ein Strauch oder ein paar Steine davor stört
das Gesamtbild des Uhu-Kleinbiotops nicht.
Die
Geschlechtsreife beim Uhu tritt schon vor Ablauf des 1. Lebensjahres ein.
Die Weibchen brüten aber meistens erst ab dem 2. Lebensjahr. Es wird eine
monogame Dauerehe geführt. Die Brutzeit geht von Februar bis Juli. Es wird
eine Jahresbrut durchgeführt. Nachgelege werden nur getätigt, wenn die Zeit
noch nicht zu weit fortgeschritten ist. Das Höchstalter von Uhus in freier
Wildbahn beträgt im Schnitt 25 Jahre, in Volieren sind Uhus schon 68 Jahre
alt geworden.
Nach
einer Vorbalz im Herbst beginnt die Hauptbalz im Februar. Durch den
Reviergesang werden nicht nur Rivalen abgehalten, sondern durch den
Wechselgesang mit dem Weibchen, obwohl es sich bei diesem nur um Bettel-
bzw. Standortrufe handelt, die Paarbindung gefördert. Beim Rufen kommt der
weiße Kehlfleck so richtig zur Geltung und untermalt das akustische Signal
auch noch optisch. Beim potentiellen Nistplatz bringt das Männchen mit einer
Maus im Schnabel den einfachen Reviergesang. Das Weibchen fordert zur
Paarung auf indem es unter leisen Rufen mit gesenkten und abgewandten Kopf
um das Männchen herumtrippelt. Wenn das Männchen auffliegt und die Kopula
vollzieht, kann es auch Drohgebärden zeigen. Die Begattungen finden meistens
in den Morgen- bzw. Abendstunden statt.
Als
Nistplatz wählt der Uhu vorwiegend Nischen in Felswänden oder felsigen
Steilwänden. Im Flachland brütet er aber auch in verlassenen Baumhorsten
anderer großer Vögel und sogar auf dem Boden. Uhus tragen kein Nistmaterial
ein, sondern scharren höchstens eine Mulde, deren Durchmesser etwa 30 cm
beträgt. Es wird aber darauf geachtet, dass nach Möglichkeit ein Dach über
dem Kopf ist.
Die
Eier des Uhus sind kugelig und weiß. Ihre Größe beträgt 60 x 50 mm, bei
einem Frischgewicht von 75 bis 80 Gramm. Im Legeabstand von 2 bis 4 Tagen
werden 2 bis 3, seltener bis 5 Eier abgelegt. Das Weibchen brütet allein ab
dem 1. Ei. Es werden nur kurze Brutpausen zur Verrichtung der Notdurft
eingelegt. Bei der geringsten Störung kann es das Gelege verlassen und es
führt zu einem Brutverlust. Uhus sind Standorttreu. Sie können ihren
Nistplatz über Jahrzehnte hin benutzen. Das Männchen versorgt während der
Brutzeit sein Weibchen mit Nahrung.
Nach
31 bis 36 Tagen schlüpfen die Jungen mit einem Gewicht von 37 bis 55 Gramm.
Leider gibt es Weibchen, welche erstmals brüten, die fressen häufig ihre
frischgeschlüpften Jungen auf, ein Verhalten, welches bei schlecht
handaufgezogenen Exemplaren lebenslang zu beobachten ist. Die Jungen öffnen
ihre Augen ab dem 4. Tag. Die Jungen tragen etwa 1 Woche ihr erstes
weißliches Dunenkleid (Neoptil), dann folgt das dunkle Kleid (Mesoptil). Bis
zu 3 Wochen zerteilt das Weibchen die Beute in kleinen schnabelgerechten
Happen für die Jungen, dann erst verschlingen sie ganze Mäuse. Sobald die
Jungen mit 5 Wochen das Nest verlassen, erkunden sie die Umgebung bis 250 m
rund um das Nest herum und es ergeben sich allerhand Gefahren. Sie könnten
zum Beispiel aus großer Höhe abstürzen. Die Eltern müssen nicht nur Nahrung
beschaffen, sondern auch ihre Jungen beschützen. Sie können erst im Alter
von 9 Wochen fliegen. Ab der 12. Woche lernen die Jungen von ihren Eltern
Kleintiere zu schlagen und von der 14. bis 22. Woche gehen sie daran, ihnen
unbekannte Tiere im Selbstunterricht auf ihre Jagdbarkeit zu überprüfen. Sie
werden aber bis zur 20. Woche mit Nahrung versorgt und insgesamt bis zum 8.
Monat geführt. Dann streichen sie auf Suche nach eigenen Revieren durch die
Landschaft. Etwa 50% der Jungen gehen im 1. Lebensjahr ein. Die
Sterblichkeitsrate geht danach zurück. Erst im 2. Lebensjahr legen sie sich
ein eigenes Revier zu und sind soweit, dass sie selber eine Familie gründen
und führen können. Sobald die Geschlechtsreife eingetreten ist, wird kaum
noch etwas Neues gelernt.
Der
Uhu betreibt in Freiheit eine kombinierte Pirsch- und Anstandsjagd, welche
meistens auf freien Flächen stattfindet. So erbeutet er Wirbeltiere von
Feldmaus- bis Hasen- und Auerhuhngröße. Er bevorzugt aber kleine Beutetiere.
Nach Art des Fischadlers fängt er zuweilen auch mal einen Fisch im seichtem
Wasser. Die Beutetiere werden durch einen Biss in den Nacken oder durch
Walken und Treten mit den Füßen getötet. Er trägt sie dann zu seinem
„Rupfplatz“. Unverdauliche Teile wie Knochen, Haare und Federn gibt er in
Form eines Gewölles von sich. Es hat die Größe 34 x 72 x 210 mm.
Den Ornithologen bereiten die Spritzmittel, welche in der Forst- und
Landwirtschaft verwendet werden, große Sorgen. Diese Gifte lagern sich in
den meisten Beutetieren der Uhus, den Mäusen ab und landen dann zwangsläufig
beim Uhu. Das hat zur Folge, dass auch die Nachkommenschaft des Uhus niedrig
gehalten wird durch Unfruchtbarkeit oder hohe Sterblichkeitsraten der
Jungtiere.
Die Ernährung in Menschenobhut braucht eigentlich nicht unterschiedlicher
wie in freier Natur ausfallen. Wichtig ist die Abwechslung, welche man
leicht erreichen kann, wenn alle Bekannten die mit dem Auto zur Arbeit
fahren, überfahrene Tiere an bestimmten Stellen ablegen, so kommt allerhand
zusammen. Dem Halter bzw. Züchter muss selbstverständlich mitgeteilt werden
welche Sammelstelle belegt ist, damit er die überfahrenen Tiere abholt zum
Verfüttern oder Einfrieren. Natürlich muss überprüft werden ob die „Opfer“
zum Verzehr geeignet sind. Da diese Tiere in unterschiedlicher Menge
anfallen, ist eine Gefriertruhe praktisch und gut. So kann das ganze Jahr
über ausreichend und abwechslungsreich gefüttert werden. So zu füttern ist
Ansichtssache und liegt auch nicht jedem. Zwischendurch sind auch
Eintagsküken, Mäuse und Tauben als Leckerbissen ganz gut. Erstaunlich ist es
festzustellen, dass in Freiheit ein Uhu erheblich, nämlich 30%, Greifvögel
wie beispielsweise Habicht, Bussard und Eulen als Beute hat. Diese Vögel
sollten nach Möglichkeit, um Krankheiten vorzubeugen, nicht verfüttert
werden. Natürlich muss ein Uhu wie auch andere Eulen die Nahrung kennen die
er zu sich nimmt. Täglich braucht er etwa 300 Gramm an Nahrung.
Der
Uhu ist bei uns in Deutschland rundherum geschützt. Seine natürlichen Feinde
können ihn nichts anhaben, da er größer und kräftiger ist und selbst Fuchs
oder Habicht werden von ihm vertrieben. Sie müssen im Gegenteil damit
rechnen, dass sie selber vom Uhu geschlagen werden. Der ärgste und größte
Feind den er hat, der Mensch, ist durch die Gesetze zum größten Teil
lahmgelegt. Trotzdem sind noch Schutzmaßnahmen notwendig.
Die
Brutgebiete dürfen nicht aufgesucht werden.
Wirtschaftliche Maßnahmen in den Brutgebieten für das 2. Halbjahr müssten
mit dem Naturschutz abgestimmt werden.
Im
Uhurevier dürfen keine Fallen und keine Giftköder aufgestellt bzw.
abgeworfen werden.
Im
Uhurevier muss eine verstärkte Bekämpfung von Mardern, Füchsen und
Schwarzwild durchgeführt werden.
Jagdliche Bauten, wie beispielsweise ein Hochstuhl, dürfen im Umkreis von
300 Meter um den Horstplatz nicht gefertigt werden.
Im
und über dem Uhurevier dürfen keine Freileitungen installiert werden.
Der
Fremdentourismus, Freizeitsportler, Spaziergänger mit Hunden und auch
Tierfotografen haben im Uhurevier nichts zu suchen. Durch Schilder,
Schranken und auch Wächter ist dieses zu gewährleisten.
Die
Wiedereinbürgerungen sind trotz aller Unkenrufe der Gegner geglückt. Die in
Menschenobhut gezüchteten Uhus können sich in der freien Wildbahn behaupten.
Was aber fehlt sind Biotope. Wenn man bedenkt, dass ein Uhu allein für sein
Brutrevier mindestens 150 Hektar beansprucht, darf dieses nicht mit seinem
Jagdrevier, welches bestimmt das 10 bis 20fache betragen kann, verwechselt
werden. Die Schwierigkeit erhöht sich noch, da die Reviere nicht da sind,
müssen neue angelegt und geschützt werden, denn für eine Wiederansiedlung
ist ein geeigneter Lebensraum eine wichtige Voraussetzung. Zur Zeit gibt es
wieder mehrere Hundert Brutpaare in Deutschland und so geht man dazu über,
keine oder nur wenige Uhus auszuwildern. Es wird sich zeigen ob die
derzeitige Population es schafft ohne Hilfe Bestand zu halten und zu
erhöhen. Die Arbeit der Uhuschützer ist unbezahlbar und war wegen der
veränderten Umweltbedingungen nicht leicht, aber sie haben es bald geschafft
und letztendlich winkt der Erfolg.
 |
BERGERHAUSEN, W. (1985):
Die Vermehrungszucht des Uhus, Die Voliere 8:100. |
 |
GLUTZ VON BLOTZHEIM, Urs
N. (1987-19): Handbuch der Vögel Mitteleuropas
(1994): Band 9: Columbiformes, Piciformes - Tauben,
Kuckucke, Eulen, Ziegenmelker, Segler, Racken, Aula, Wiesbaden. |
 |
KRAHE, R.G. (1979):
Licht und Schatten, Die europäische Vogelwelt 1:75. |
 |
MÄRZ, R. (1958): Der
Uhu, NBB 108, Wittenberg. |
 |
MANNES; P. (1984):
Hoffnung für den König der Nacht, Die Voliere 7:150. |
 |
MEISSNER, M. (1993): Der
Uhu, Kanarienfreund 46:463. |
 |
NEUHÄUSER, M. (1989):
Zur Wiedereinbürgerung, AZN 36:424. |
 |
PIECHOCKI, R. (1985):
Uhu, NBB 108, Wittenberg. |
 |
SCHWEDA, R. (1991):
Der europäische Uhu, Die Voliere 14:175. |
 |
UNFRICHT, W. (1994): Uhu
– König der Nacht, Geflügel-Börse:13.
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 |
UTTENDÖRFER, O. (1952):
Neue Ergebnisse über die Ernährung der Greifvögel und Eulen |
 |
WOLTERS, H.E.
(1975-1982): Die Vogelarten der Erde. Hamburg. |
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Foto: Dr. Monika Kirk
www.Eulenwelt.de |
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Uhuauge
Foto: Dr. Monika Kirk
Die meist in der Dämmerung oder Nacht jagenden Uhus
haben sehr große Augen, um möglichst viel Licht erfassen zu können.
Für nachtaktive Tiere typisch ist die überwiegende Anzahl von
Stäbchen auf der Netzhaut, auf der die Linse das erfasste Bild
spiegelt. Diese Stäbchenzellen sind für die Hell-Dunkel-Wahrnehmung,
die Formendarstellung zuständig.
Die weit geringere Anzahl von Zäpfchen auf der Netzhaut, reagieren
hingegen auf Farben.
Man kann insofern davon ausgehen, dass Uhus ihre Umwelt vornehmlich
monochrom wahrnehmen. |

Uhugelege
Foto:
Angelika Bornstein

Jungvogel
Foto:
Angelika Bornstein

Jungvögel 2 Wochen alt
Foto:
Angelika Bornstein

Bubo bubo Jungvogel
Foto:
Dr. Monika Kirk |
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Systematik: |
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Nach
WOLTERS (1975-1982) ergibt sich folgende Einordnung in das
zoologische System:
Familie
Strigidae
Eulen
Unterfamilie
Striginae
Eigentliche
Eulen
Gattung
Bubo
Dumeril, 1806
Uhus
Art
Bubo bubo
(L.,
1758
UHU
Unterarten
turcomanus,
sibiricus, ussuriensis, ascalaphus, hispanus, bengalensis,
hemachalanus |
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Verbreitung / Lebensraum: |
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Verbreitungskarte Bubo bubo

Verbreitungskarte Unterarten des Bubo bubo in der
"Alten Welt" (Paläarktis):
1. bubo, 2. hispanus,
3. interpositus, 4. ruthenus,
5. baschkirikus, 6. sibiricus,
7. jenisseensis, 8. dauricus,
9. jakutensis, 10. ussuriensis,
11. inexpectatus, 12. tenuipes,
13. borissowi, 14. turcomanus,
15. zaissanensis, 16. nikolski,
17. tibetanus, 18. kiautschensis, 19. jarlandi, 20. swinhoei,
21. hemachalana,
22. bengalensis, 23. ascalaphus, 24. desertorum |
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Links zum
Thema |
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www.eulenwelt.de

www.faunistik.net

Naturschutz-Tierpark Görlitz

www.eulen-galerie.de/

www.eulenshop.de

LBV | Landesbund
für Vogelschutz e.V.

Landesverband Eulenschutz in Schleswig-Holstein e.V.

Natur Lexikon Uhu Bubo bubo

World of Animals - Uhu

Uhu Fotos - www.Foto Natur.de |
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Literatur-Tipps |
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Piechocki,
Rudolf,
Der Uhu - Bubo bubo
Die Neue Brehm-Bücherei Bd.
108, 5. Aufl. 1985,
128 S., 41 S/W-Abb., 2 Farbabb.
ISBN: 3-89432-421-X
- vergriffen, nur
als Kopie lieferbar
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