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Der Uhu
(Bubo Bubo)

Ist er wieder heimisch ?

Allgemeines

Systematik

Verbreitung,
Lebensraum

Kennzeichen

Verhalten -
Stimme

Haltung_und
Zucht

Fortpflanzung
Balz,_Paarung
Horst
Ei,_Gelege
Schlupf,Aufzucht

Ernährung

Schutz

Ausklang

Literatur

Uhu - Foto (C) Dr. Monika Kirk www.Eulenwelt.de
Uhu Foto: Dr. Monika Kirk www.Eulenwelt.de

Allgemeines

Der größte unserer heimischen Eulenvögel wurde durch Sage und Mär zum „König der Nacht“. Seine versteckte Lebensweise,  wie auch sein ungeselliges Wesen und sein dumpfes, auf abergläubische Gemüter schaurig wirkendes Rufen haben ihn nur namentlich bekannt gemacht. Als überaus scheuer Nachtvogel, der sich tagsüber versteckt hält und noch zudem sehr selten ist, haben wir keine Gelegenheit ihn zu beobachten. So sind im Volksmund für unserem Uhu fast an die 100 Namen wie Schuhu, Buhu, Buhuo, Auf und Gauf entstanden.

Diese größte europäische Eule hatte unter seinen Beutetieren einen nicht unerheblichen Anteil jagdbaren Wildes und zog sich den Zorn der Waidmänner zu. UTTENDÖRFER und andere wiesen in ihren Untersuchungen nach, dass zu den Beutetieren des Uhus 53 Arten Säugetiere wie Hasen und Kaninchen usw., als auch 177 Vogelarten wie Raufußhühner, Fasane und Feldhühner, sowie Lurche gehörten. Deshalb wurde er mit Schrot und Kugel und vielfach mit Tellereisen und Gift bis in die dreißiger Jahre des 19. Jahrhunderts verfolgt. Negative Auswirkungen auf den Bestand waren unter anderem die Hüttenjagd, das Trophäen- und Eiersammeln. Seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts steigen immer mehr die Verluste der Draht- und Verkehrsopfer. In nicht gerade wenigen Fällen wird der Uhu durch Aktivitäten von Touristen und Freizeitlern gestört. Der absolute Tiefpunkt war 1965 erreicht, als der Uhu nur noch mit wenigen  Paaren in der Bundesrepublik vertreten war, und das obwohl bereits in den sechziger Jahren Uhus ausgesetzt wurden. Es musste dringend etwas zum Schutz des Uhus getan werden. Es wurde die „Aktion zur Wiedereinbürgerung des Uhus“ gegründet. Durch ihre Hilfe, wie zum Beispiel Auswilderungen des Uhus und die Bewachungen der Horste bis zum Ausfliegen der Jungen und durch strenge Schutzbestimmungen konnte die Ausrottung des Uhus
gebremst werden.  Heute sind schon schöne Erfolge zu verzeichnen so dass man hoffen kann, dass uns diese prächtige Eulenart als Brutvogel erhalten bleibt.

Systematik

Nach WOLTERS (1975-1982):

Familie

Strigidae

Eulen

Unterfamilie

Striginae

Eigentliche Eulen

Gattung

Bubo Dumeril, 1806

Uhus

Art

Bubo bubo (L., 1758

UHU

Unterart nach WOLTERS

turcomanus, sibiricus, ussuriensis, ascalaphus, hispanus, bengalensis, hemachalanus

Unterarten nach PETERS in
MÄRZ (1958):
Der Uhu,  NBB 108
1. bubo, 2. hispanus,
3. interpositus, 4. ruthenus,
5. baschkirikus, 6. sibiricus,
7. jenisseensis, 8. dauricus,
9. jakutensis, 10. ussuriensis,
11. inexpectatus, 12. tenuipes,
13. borissowi, 14. turcomanus,
15. zaissanensis, 16. nikolski,
17. tibetanus, 18. kiautschensis, 19. jarlandi, 20. swinhoei,
21. hemachalana,
22. bengalensis, 23. ascalaphus, 24. desertorum 

Verbreitung, Lebensraum

Der Uhu hat unter allen Uhuarten die ausgedehnteste Verbreitung: Eurasien. Nord-, Ost- und Südafrika, von Alaska und Labrador bis zur Magalhaesstraße. Bei und in Deutschland ist er durch die Nominatform bubo vertreten.
Der Uhu besiedelt in Europa unterschiedliche Lebensräume. Mit Ausnahme des mitteleuropäischen Tieflandes brütet der Uhu vorwiegend an Felswänden oder Geröllbedeckten Steilwänden. Er kommt in Hoch- und Mittelgebirgen und deren Vorländern, in Flusstälern oder locker bestockten Wäldern mit Felsen vor. Die Bindung an einen ausgewählten Brutplatz kann über Jahrzehnte hinweg andauern. Uhus sind in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet Standvögel und entfernen sich auch im Winter nicht weit vom Brutplatz. Die jungen Uhus streichen dagegen in den ersten zwei Lebensjahren bis zu ihrer Geschlechtsreife umher um ein geeignetes Revier zu suchen.

Kennzeichen

Mit seinen 71 bis 75 cm Körperlänge und einer  Spannweite von 150 bis 180 cm  und weiterhin einem Körpergewicht von 2000 bis 3200 Gramm gehört er zu den größten Eulen Europas. Diese erhöhten Maße treffen für ein Weibchen zu,  die Männchen sind merklich kleiner. Beide gleichen sich in der Färbung. Auffallend ist der gedrungene Körper, mit dem runden, dicken Kopf mit den beweglichen, bis 8 cm langen Federohren und den großen leuchtend gelborangen Augen. Das Gefieder ist gelbbraun bis graubraun mit dunklen, schwarzen Längs- und Querzeichnungen. Der weiße Kehlfleck ist nur angedeutet und wird während des Rufens deutlicher sichtbar. Beine und Füße sind befiedert. Schnabel und Krallen sind dunkel. Jungvögel sind unterseits beigefarben mit dunkler schwach wellenförmiger Querzeichnung. Die weißbedunten Nestlinge werden blind geboren. Sie bekommen ein bräunlichgelbes Zwischenkleid.

Verhalten - Stimme

Der Uhu ist vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und während der Brutzeit auch tagsüber sehr rege. Bei Erregung stehen seine Ohren steil hoch, dagegen schräg nach außen stehende Ohren deuten seine Entspannung an. Tagsüber ruht er sich in Baumkronen oder Felsspalten aus. Er benötigt aber hier freie Sicht über das  umliegende Gelände. Er badet gerne im Wasser, lässt sich aber auch  mit ausgestreckten Flügeln ausgiebig beregnen. Beim Sonnenbaden werden die Körperfedern gesträubt und die Flügel hin und wieder auf dem Boden ausgebreitet. Selbst Sandbaden, besonders während der Mauser, wird ausgiebig wahrgenommen.
Gesang und Rufe des Uhus werden mit geschlossenem Schnabel vorgetragen. Sie sind das ganze Jahr über zu hören, besonders oft aber von Februar bis April und im Herbst. Das Männchen singt monoton gereiht »Buho« oder »Uuo«. Der Gesang ist nicht laut, aber trotzdem weit zu hören. Beim Drohverhalten geben sie ein Schnabelknappen mit einem Fauchen wie von einer Katze von sich. Kommt es zum Kampf mit einem Nebenbuhler, so ist oft ein lautes Kreischen, ein heiseres Fauchen und Schnabelknappen zu vernehmen, also Laute, die in der Dunkelheit der Nacht für viele Menschen mehr als schauerlich klingen. Der Ruf des Weibchens ist rauer, höher und deutlicher zweisilbig »U-hu« oder »Uh-ju«. Zur Balzzeit rufen beide im Duett und sie können sich steigern zum raschen »Huhuhu«. In der Brutzeit ist der Standortlaut des Weibchens ein nasales »Chriä«. Der Warnruf ist ein hartes, reiherartiges »Gräck«. Die Jungen betteln in den 1. Lebenstagen leise »Sri«, ab der 3. Woche wird daraus ein kurzes, scharfes »Chzscht« und ab der 7. Woche rufen sie mehrsilbig und gepresst »Chjüjöö«, welches bis zu einem Kilometer weit zu hören ist. Bei Beunruhigung sowie positiver als auch negativer Art ist von ihnen ab dem 20.  Tag ein Schnabelknappen zu hören.

Haltung und Zucht

Die Erstzucht des Uhus gelang 1849 FOUNTAINE, England. Wer Uhus halten möchte, sollte sich mit dem Bundesartenschutzgesetz befassen und sich eingehend bei der Naturschutzbehörde beraten lassen. Die Haltung und die Zucht unserer größten Eule ist relativ einfach und problemlos. Natürlich muss die Voliere der Größe des Uhus entsprechen. Die Voliere sollte oben und an den Seiten, ohne allerdings die Frontseite geschlossen sein. Neben großen Steinen und ein paar knorrigen Baumwurzeln gehören ein paar Sitzstangen. Diese dürfen nicht zu dünn sein und sollten mindestens 10 Zentimeter dick sein. Weiterhin braucht der  Uhu ein Badebecken für Wasser und ein trockenes Sandbad. Beides sollte 1 m im Durchmesser betragen. Ein lichter Bewuchs aus Koniferen als Sichtschutz ist immer angebracht, sie sollten aber so stehen, dass die Uhus nicht beim Fliegen behindert werden. An einer hohen und gedeckten Stelle wird der Horstunterstand ebenfalls von 1 m im Durchmesser vorgesehen. Im Laufe der Zeit sammeln sich hier Gewölle an und bilden eine Unterlage. Von der Tür aus gut erreichbar wird ein Futtertisch mit glatter Oberfläche aufgestellt. Er sollte von vorne gegen Sicht geschützt sein, damit Besucher nicht gleich geschockt werden. Ein Strauch oder ein paar Steine davor stört das Gesamtbild des Uhu-Kleinbiotops nicht.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife beim Uhu tritt schon vor Ablauf des 1. Lebensjahres ein. Die Weibchen brüten aber meistens erst ab dem 2. Lebensjahr. Es wird eine monogame Dauerehe geführt. Die Brutzeit geht von Februar bis Juli. Es wird eine Jahresbrut durchgeführt. Nachgelege werden nur getätigt, wenn die Zeit noch nicht zu weit fortgeschritten ist. Das Höchstalter von Uhus in freier Wildbahn beträgt im Schnitt 25 Jahre, in Volieren sind Uhus schon 68 Jahre alt geworden.

Balz, Paarung

Nach einer Vorbalz im Herbst beginnt die Hauptbalz im Februar. Durch den Reviergesang werden nicht nur Rivalen abgehalten, sondern durch den Wechselgesang mit dem Weibchen, obwohl es sich bei diesem nur um Bettel- bzw. Standortrufe handelt, die Paarbindung gefördert. Beim Rufen kommt der weiße Kehlfleck so richtig zur Geltung und untermalt das akustische Signal auch noch optisch. Beim potentiellen Nistplatz bringt das Männchen mit einer Maus im Schnabel den einfachen Reviergesang. Das Weibchen fordert zur Paarung auf indem  es unter leisen  Rufen mit gesenkten und abgewandten Kopf um das Männchen herumtrippelt. Wenn das Männchen auffliegt und die Kopula vollzieht, kann es auch Drohgebärden zeigen. Die Begattungen finden meistens in den Morgen- bzw. Abendstunden statt.

Horst

Als Nistplatz wählt der Uhu vorwiegend Nischen in Felswänden oder felsigen Steilwänden. Im Flachland brütet er aber auch in verlassenen Baumhorsten anderer großer Vögel und sogar auf dem Boden. Uhus tragen kein Nistmaterial ein, sondern scharren höchstens eine Mulde, deren Durchmesser etwa 30 cm beträgt. Es wird aber darauf geachtet, dass nach Möglichkeit ein Dach über dem Kopf ist.

Ei, Gelege

Die Eier des Uhus sind kugelig und weiß. Ihre Größe beträgt 60 x 50 mm, bei einem Frischgewicht von 75 bis 80 Gramm. Im Legeabstand von 2  bis 4 Tagen werden  2 bis 3, seltener bis 5 Eier abgelegt. Das Weibchen brütet allein ab dem 1. Ei. Es  werden nur kurze Brutpausen zur Verrichtung der Notdurft eingelegt. Bei der geringsten Störung kann es das Gelege verlassen und es führt zu einem Brutverlust. Uhus sind Standorttreu. Sie können ihren Nistplatz über Jahrzehnte hin benutzen. Das Männchen versorgt während der Brutzeit sein Weibchen mit Nahrung.

Schlupf, Aufzucht

Nach 31 bis 36 Tagen schlüpfen die Jungen mit einem Gewicht von 37 bis 55 Gramm. Leider gibt es Weibchen, welche erstmals brüten, die fressen häufig ihre frischgeschlüpften Jungen auf, ein Verhalten, welches bei schlecht handaufgezogenen Exemplaren lebenslang zu beobachten ist. Die Jungen öffnen ihre Augen ab dem 4. Tag. Die Jungen tragen etwa 1 Woche ihr erstes  weißliches Dunenkleid (Neoptil), dann folgt das dunkle Kleid (Mesoptil). Bis zu 3 Wochen zerteilt das Weibchen die Beute in kleinen schnabelgerechten Happen für die Jungen, dann erst verschlingen sie ganze Mäuse. Sobald die Jungen mit 5 Wochen das Nest verlassen, erkunden sie die Umgebung bis 250 m rund um das Nest herum und es ergeben sich allerhand Gefahren. Sie könnten zum Beispiel aus großer Höhe abstürzen. Die Eltern müssen nicht nur Nahrung beschaffen, sondern auch ihre Jungen beschützen. Sie können erst im Alter von  9 Wochen fliegen. Ab der 12. Woche lernen die Jungen von ihren Eltern Kleintiere zu schlagen und von der 14. bis 22. Woche gehen sie daran, ihnen unbekannte Tiere im Selbstunterricht auf ihre Jagdbarkeit zu überprüfen. Sie werden aber bis zur 20. Woche mit Nahrung versorgt und insgesamt bis zum 8. Monat geführt. Dann streichen sie auf  Suche nach eigenen Revieren durch die Landschaft. Etwa 50% der Jungen gehen im 1. Lebensjahr ein. Die Sterblichkeitsrate geht danach zurück. Erst im 2. Lebensjahr legen sie sich ein eigenes Revier zu und sind soweit, dass sie selber eine Familie gründen und führen können. Sobald die Geschlechtsreife eingetreten ist, wird kaum noch etwas Neues gelernt.

Ernährung

Der Uhu betreibt in Freiheit eine kombinierte Pirsch- und Anstandsjagd, welche meistens auf freien Flächen stattfindet. So erbeutet er Wirbeltiere von Feldmaus- bis Hasen- und Auerhuhngröße. Er bevorzugt aber kleine Beutetiere. Nach Art des Fischadlers fängt er zuweilen auch mal einen Fisch im seichtem Wasser. Die Beutetiere werden durch einen Biss in den Nacken oder durch Walken und Treten mit den Füßen getötet. Er trägt sie dann zu seinem „Rupfplatz“. Unverdauliche Teile wie Knochen, Haare und Federn gibt er in Form eines Gewölles von sich. Es hat die Größe 34 x 72 x 210 mm.
Den Ornithologen bereiten die Spritzmittel, welche in der Forst- und Landwirtschaft verwendet werden, große Sorgen. Diese Gifte lagern sich in den meisten Beutetieren der Uhus, den Mäusen ab und landen dann zwangsläufig beim Uhu. Das hat zur Folge, dass auch die Nachkommenschaft des Uhus niedrig gehalten wird durch Unfruchtbarkeit oder hohe Sterblichkeitsraten der Jungtiere.
Die Ernährung in Menschenobhut braucht eigentlich nicht unterschiedlicher wie in freier Natur ausfallen. Wichtig ist die Abwechslung, welche man leicht erreichen kann, wenn alle Bekannten die mit dem Auto zur Arbeit fahren, überfahrene Tiere an bestimmten Stellen ablegen, so kommt allerhand zusammen.  Dem Halter bzw. Züchter muss selbstverständlich mitgeteilt werden welche Sammelstelle belegt ist, damit er die überfahrenen Tiere abholt zum Verfüttern oder Einfrieren. Natürlich muss überprüft werden ob die „Opfer“ zum Verzehr geeignet sind. Da diese Tiere in unterschiedlicher Menge anfallen, ist eine Gefriertruhe praktisch und gut. So kann das ganze Jahr über ausreichend und abwechslungsreich gefüttert werden. So zu füttern ist Ansichtssache und liegt auch nicht jedem. Zwischendurch sind auch Eintagsküken, Mäuse und Tauben als Leckerbissen ganz gut. Erstaunlich ist es festzustellen, dass in Freiheit ein Uhu erheblich, nämlich 30%, Greifvögel wie beispielsweise Habicht, Bussard und Eulen als Beute hat. Diese Vögel sollten nach Möglichkeit, um Krankheiten vorzubeugen, nicht verfüttert werden. Natürlich muss ein Uhu wie auch andere Eulen die Nahrung kennen die er zu sich nimmt. Täglich braucht er etwa 300 Gramm an Nahrung.

Schutz

Der Uhu ist bei uns in Deutschland rundherum geschützt. Seine natürlichen Feinde können ihn nichts anhaben, da er größer und kräftiger ist und selbst Fuchs oder Habicht werden von ihm vertrieben. Sie müssen im Gegenteil damit rechnen, dass sie selber vom Uhu geschlagen werden. Der ärgste und größte Feind den er hat, der Mensch, ist durch die Gesetze zum größten Teil lahmgelegt. Trotzdem sind noch Schutzmaßnahmen notwendig.

Die Brutgebiete dürfen nicht aufgesucht werden.

Wirtschaftliche Maßnahmen in den Brutgebieten für das 2. Halbjahr müssten mit dem Naturschutz abgestimmt werden.

Im Uhurevier dürfen keine Fallen und keine Giftköder aufgestellt bzw. abgeworfen werden.

Im Uhurevier muss eine verstärkte Bekämpfung von Mardern, Füchsen und Schwarzwild durchgeführt werden.

Jagdliche Bauten, wie beispielsweise ein Hochstuhl, dürfen im Umkreis von 300 Meter um den Horstplatz nicht gefertigt werden.

Im und über dem Uhurevier dürfen keine Freileitungen installiert werden.

Der Fremdentourismus, Freizeitsportler, Spaziergänger mit Hunden und auch Tierfotografen haben im Uhurevier nichts zu suchen. Durch Schilder, Schranken und auch Wächter ist dieses zu gewährleisten.

Ausklang

Die Wiedereinbürgerungen sind trotz aller Unkenrufe der Gegner geglückt. Die in Menschenobhut gezüchteten Uhus können sich in der freien Wildbahn behaupten. Was aber fehlt sind Biotope. Wenn man bedenkt, dass ein Uhu allein für sein Brutrevier mindestens 150 Hektar beansprucht, darf dieses nicht mit seinem Jagdrevier, welches bestimmt das 10 bis 20fache betragen kann, verwechselt werden. Die Schwierigkeit erhöht sich noch, da die Reviere nicht da sind, müssen neue angelegt und geschützt werden, denn für eine Wiederansiedlung ist ein geeigneter Lebensraum eine wichtige Voraussetzung. Zur Zeit gibt es wieder mehrere Hundert Brutpaare in Deutschland und so geht man dazu über, keine oder nur wenige Uhus auszuwildern. Es wird sich zeigen ob die derzeitige Population es schafft ohne Hilfe Bestand zu halten und zu erhöhen. Die Arbeit der Uhuschützer ist unbezahlbar und war wegen der veränderten Umweltbedingungen nicht leicht, aber sie haben es bald geschafft und letztendlich winkt der Erfolg.

Literatur

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BERGERHAUSEN, W. (1985): Die Vermehrungszucht des Uhus,  Die Voliere 8:100.    

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GLUTZ VON BLOTZHEIM, Urs N. (1987-19): Handbuch der Vögel Mitteleuropas
(1994): Band 9: Columbiformes, Piciformes - Tauben, Kuckucke, Eulen, Ziegenmelker, Segler, Racken, Aula, Wiesbaden.

bullet

KRAHE, R.G. (1979): Licht und Schatten, Die europäische Vogelwelt 1:75.

bullet

MÄRZ, R. (1958): Der Uhu,  NBB 108, Wittenberg.

bullet

MANNES; P. (1984): Hoffnung für den König der Nacht, Die Voliere 7:150.

bullet

MEISSNER, M. (1993): Der Uhu, Kanarienfreund 46:463.

bullet

NEUHÄUSER, M. (1989): Zur Wiedereinbürgerung, AZN 36:424.

bullet

PIECHOCKI, R. (1985): Uhu, NBB 108, Wittenberg.

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SCHWEDA, R.     (1991): Der europäische Uhu, Die Voliere 14:175.

bullet

UNFRICHT, W. (1994): Uhu – König der Nacht, Geflügel-Börse:13.       

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UTTENDÖRFER, O. (1952): Neue Ergebnisse über die Ernährung der Greifvögel und Eulen

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WOLTERS, H.E. (1975-1982): Die Vogelarten der Erde. Hamburg.

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Leserrezension

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Uhu - Foto (C) Dr. Monika Kirk www.Eulenwelt.de
Foto: Dr. Monika Kirk
www.Eulenwelt.de



Foto: Dr. Monika Kirk www.Eulenwelt.de
Uhuauge Foto: Dr. Monika Kirk

Die meist in der Dämmerung oder Nacht jagenden Uhus haben sehr große Augen, um möglichst viel Licht erfassen zu können.
Für nachtaktive Tiere typisch ist die überwiegende Anzahl von Stäbchen auf der Netzhaut, auf der die Linse das erfasste Bild spiegelt. Diese Stäbchenzellen sind für die Hell-Dunkel-Wahrnehmung, die Formendarstellung zuständig.
Die weit geringere Anzahl von Zäpfchen auf der Netzhaut, reagieren hingegen auf Farben.
Man kann insofern davon ausgehen, dass Uhus ihre Umwelt vornehmlich monochrom wahrnehmen. 

Uhugelege Foto: Angelika Bornstein
Uhugelege
 Foto: Angelika Bornstein

Uhu Jungvogel Foto: Angelika Bornstein
Jungvogel
 Foto: Angelika Bornstein

Uhu Jungvogel Foto: Angelika Bornstein
Jungvögel 2 Wochen alt
 Foto: Angelika Bornstein

Uhu Jungvogel Foto: Dr. Monika Kirk www.Eulenwelt.de
Bubo bubo Jungvogel
 Foto: Dr. Monika Kirk

 

Systematik:

Nach WOLTERS (1975-1982) ergibt sich folgende Einordnung in das zoologische System:

Familie
Strigidae
Eulen

Unterfamilie
Striginae
Eigentliche Eulen

Gattung
Bubo Dumeril, 1806
Uhus

Art
Bubo bubo (L., 1758
UHU

Unterarten
turcomanus, sibiricus, ussuriensis, ascalaphus, hispanus, bengalensis, hemachalanus

 

Verbreitung / Lebensraum:

Verbreitung: Laubwald Verbreitung: Nadelwald Verbreitung: Mischwald   


Brutvogel, der nur im Sommer anwesend ist Ganzjährig anwesender Vogel Wintergast Selten oder kein Vorkommen
Verbreitungskarte Bubo bubo 


Verbreitungskarte Unterarten des Bubo bubo in der "Alten Welt" (Paläarktis): 
1. bubo, 2. hispanus,
3. interpositus, 4. ruthenus,
5. baschkirikus, 6. sibiricus,
7. jenisseensis, 8. dauricus,
9. jakutensis, 10. ussuriensis,
11. inexpectatus, 12. tenuipes,
13. borissowi, 14. turcomanus,
15. zaissanensis, 16. nikolski,
17. tibetanus, 18. kiautschensis, 19. jarlandi, 20. swinhoei,
21. hemachalana,
22. bengalensis, 23. ascalaphus, 24. desertorum 

Jahresdiagramm ueber die Beobachtungshaeufigkeit des beschriebenen Vogels
nicht zu beobachten recht häufig zu beobachten am häufigsten zu beobachten

 
Links zum Thema


www.eulenwelt.de


www.faunistik.net


Naturschutz-Tierpark Görlitz


www.eulen-galerie.de/


www.eulenshop.de


LBV | Landesbund für Vogelschutz e.V.


Landesverband Eulenschutz in Schleswig-Holstein e.V.


Natur Lexikon Uhu Bubo bubo


World of Animals - Uhu


Uhu Fotos - www.Foto Natur.de

 

Literatur-Tipps


Buch-Cover
Piechocki, Rudolf,
Der Uhu
- Bubo bubo

Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 108, 5. Aufl. 1985,
128 S., 41 S/W-Abb., 2 Farbabb.

ISBN: 3-89432-421-X
- vergriffen, nur als Kopie lieferbar

bei www.westarp.de bestellen

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