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    Die Einordnung der Vögel
Grundstein der modernen Systematik (Taxonomie)
 
Allgemeines
CARL VON LINNÈ
SIBLEY & AHLQUIST
DR. H.E. WOLTERS

Tabelle zur Brutbiologie  der Nichtsingvögel Europas
 

Allgemeines

Neben der Entwicklung seiner Sprache war für den Urmenschen die Einteilung von Tieren und Pflanzen wohl eine der frühesten und wichtigsten Aufgaben. Es war nämlich sehr wichtig die einzelnen Arten nach harmlos oder gefährlich, nach giftig oder essbar nicht nur einteilen zu können, sondern auch an seine Mitmenschen weiter zu geben. Diese Gruppierung der Arten mit seinen Merkmalen dürfte wohl der Grundstein für die moderne Systematik (Taxonomie) gewesen sein.
Die Einteilung der Vogelwelt, wie auch die der Tier- und Pflanzenwelt, geht auf die 1758 erschienene 10. Auflage des Buches »Systema Naturae« von Carl von LINNÈ zurück. Er hatte damals 554 Vogelarten aufgeführt.
Die Vögel sind nach den Fischen unter den Wirbeltieren am artenreichsten. Die Klasse der Vögel Aves umfasst nach unserem gegenwärtigen Wissen ca. 8500 bis 9000 lebende Vogelarten. Um einen kurzen Überblick zu geben, sind von den Ordnungen in Europa nur ein Teil zutreffend. Der Zweig der Wissenschaft, der Lebewesen nach Verwandtschaft und Abstammung einordnet wird als »Systematik« oder auch als »Taxonomie« bezeichnet. Als eine heute gültige Einordnung einer Vogelart nehmen wir als Beispiel den Prachttaucher (Gavia artica):

Reich:

Animalia

Tiere

Stamm:

Vertebrata

Wirbeltiere

Klasse:

Aves

Vögel

Ordnung:

Gaviiformes

Seetaucher

Familie:

Gaviidae

Seetaucher

Gattung:

Gavia Forst., 1788

Seetaucher

Art:

Gavia arctica (L., 1758)

Prachttaucher auch noch
Polartaucher genannt

Unterart:

artica, viridigularis

Die Gattung und Art eines Vogels bilden den wissenschaftlichen Namen, also binäre Nomenklatur. In diesen Fall sind Unterarten vorhanden, die auch noch zugefügt wird, also trinäre Nomenklatur.  Der Name des Erstbeschreibers wird, meistens abgekürzt, mit der Jahreszahl dem wissenschaftlichen Namen beigefügt. Sehr oft wird Name und die Jahreszahl weggelassen. Wissenschaftliche Namen werden  in griechischer oder lateinischer Sprache benannt. Sie gelten auf der ganzen Welt, so dass beispielsweise der japanische Wissenschaftler genau weiß welcher Vogel gemeint ist, der ihm vom deutschen Wissenschaftler beschrieben worden ist.

Kurz zusammengefasst sagt uns der wissenschaftliche Namen folgendes: das 1. Wort ist die Gattung und wird groß geschrieben, das 2. Wort die Art wird klein geschrieben, das 3. Wort die Unterart wird ebenfalls klein geschrieben. Ein wissenschaftlicher Name wird immer  kursiv, der Name des Erstbeschreibers mit Jahreszahl normal geschrieben. Noch ein Tipp: Ordnungen enden immer mit ..formes, wie Gaviiformes = Seetaucher; Familien enden mit ...idae, wie  Gaviidae = Seetaucher; eine Unterfamilie endet immer mit ...inae, wie Gruinae = Eigentliche Kraniche.

In Europa sind nicht alle auf der Welt vorkommenden Vögel anzutreffen. Das heißt, dass die ersten Ordnungen mit Tausenden von Vogelarten für den normalen Gebrauch nur verwirren würde. Deshalb lässt man sie für den europäischen Gebrauch fehlen und kommt somit zur Ordnung Gaviiformes Seetaucher, weshalb die meisten Tabellen der Nichtsingvögel mit dem Prachttaucher beginnen.
In den letzten Jahrzehnten geht man immer mehr zur DNS-Hybridisierung von SIBLEY & AHLQUIST über, was voraussichtlich zu nicht unerheblichen Umstellungen und Änderungen führen wird. Auch heute werden regelmäßig neue Vogelarten entdeckt die wiederum eingeordnet werden müssen.
Wie Sie wahrscheinlich in verschiedenen Artikeln von mir gelesen haben, richte ich mich nach der von DR. HANS EDMUND WOLTERS von 1975 – 1982 aufgestellten systematischen Liste »DIE VOGELARTEN DER ERDE«.

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DNS (DNA)
Abk. für Desoxyribonukleinsäure Träger der genetischen Informationen in allen Lebewesen. Besteht aus zwei spiralförmig angeordneten Ketten von Nukloetiden.
 

DNA-Analyse

DNS-Hybridisierung
Durch diese Methode werden die die Sequenzanalysen der DNS-Reihenfolgen entziffert. Bei einem DNS-Vergleich werden dann die Gene und deren Proteine (Aminosäuren ) der zu vergleichenden Arten gegenübergestellt. Ziel ist es, über eventuelle  genetische Ähnlichkeiten
die Verwandtschaft der Arten  untereinander festzustellen und diese danach neu zu gliedern.
 

systematischen Liste
1975 – 1982 aufgestellt von DR. WOLTERS: »DIE VOGELARTEN DER ERDE«.
 

Literatur-Tipps
 

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In situ-Hybridisierung:
Von A. R. Leitch, T. Schwarzacher, D. Jackson u. a.. Focus!. 1994. 144 S. m. z. Tl. farb. Abb. 23 cm. Kartoniert. 265gr.
ISBN: 3-86025-225-9, KNO-NR: 05 40 81 98

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Labor im Fokus. 2. Aufl. 2002. XII, 324 S. 23 cm. Kartoniert. 636gr.
ISBN: 3-8274-1334-6, KNO-NR: 05 65 27 54

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