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Nahrungsbeschaffung. Auch wird jetzt der Kot der Jungen nicht mehr vom Weibchen verschluckt, sondern von beiden Eltern weggetragen. Die Fütterungsintervalle liegen so bei 1 ½ bis 2 Stunden. Zwischen dem 5. und 7. Tag sollte die Beringung erfolgen. Ab 7. Tag sind leise »Ssst-Rufe« von den Jungen zu hören, welche von Tag zu Tag lauter werden. Ab dem 9. Tag ducken sich die Jungen bei einer vermeintlichen Gefahr ins Nest. Bei Störungen können sie jetzt fluchtartig das Nest verlassen. In der Regel erfolgt das Ausfliegen der Jungen mit 12 bis 14 Tagen. Schon vor dem Ausfliegen der Jungen sieht sich das Weibchen nach erneutem Nistmaterial um, damit der reibungslose Ablauf der nächsten Brut sichergestellt ist. Die Jungen sind mit 28 Tagen selbständig. Ernährung
Die Nahrung des
Hänflings besteht aus Sämereien der verschiedensten Pflanzen, welche er
vorwiegend vom Boden oder in der Krautschicht aufnimmt. Animalische Kost
dagegen wird nur gelegentlich aufgenommen. So gibt es zur Brutzeit
einzelne Tiere, welche Blattläuse verzehren und an ihre Jungen
weitergeben. Die Art der Nahrungsaufnahme ist beim Hänfling eine
angeborene Verhaltensweise. Samen oder Blütenteile der Gräser werden vom
Hänfling aus dem Blütenstand gelöst, indem der Halm Stück für Stück
durch den Schnabel geschoben wird. Mit Hilfe der Zunge werden die Samen
dann herausgelöst .Besonders die Art, wie sie Rapsschoten öffnen, ist
sehr bemerkenswert. Normalerweise springen die Schoten, wenn sie reif
sind, sehr leicht auf und die Samen fallen heraus. Die Hänflinge beißen
von den geschlossenen Schoten zuerst das Schotenende ab, also den Teil,
der sonst am längsten zusammenhält. Danach wird ein Fruchtblatt nach dem
anderen von der Spitze zum Fruchtstiel hin entfernt. Die Scheidewand mit
den auf den Fruchtblatträndern sitzenden Samen und das zweite
Fruchtblatt bleiben stehen. Durch das Herabziehen des Fruchtblattes
werden die Samen frei und gleich aufgepickt. Dann wird die Scheidewand
mit der Schnabelspitze durchstoßen und hier die Samen aufgenommen.
Hänflinge verhindern hierdurch das Aufspringen der Schote und können
somit alle Samen aufnehmen. So werden auch die Schoten anderer
Kreuzblütler, wie Wegrauke, Ackersenf und Hirtentäschel, immer von dem
entgegengesetzten Ende des Fruchtstieles her geöffnet.
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