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konnten immer kalt überwintern, denn die Temperaturen bei uns im Westerwald gehen kaum unter minus 20°.  Zudem reiche ich im Schutzraum Wasser und Futter, welches sie dann frostfrei aufnehmen können.
Der Boden ist mit Fichtennadeln belegt. Als Nisthilfen werden Kaisernester und SABEL`SCHE Nistklötze in den Zweigen und Pflanzen angeboten.
Übrigens ist der Hänfling friedfertig und kann somit mit anderen Vogelarten vergesellschaftet werden.  Vorsicht ist nur geboten wenn Heckenbraunellen mit ihm vergesellschaftet werden sollen, denn sie stellen eine große Gefahr dar und töten meistens den Hänfling. Vor Jahren habe ich in einer Voliere doppelter Größe mehrere Paare Hänflinge untergebracht. Sie waren untereinander friedfertig und aufgrund ihrer sozialen Nistweise wirkten sie untereinander brutstimulierend. Heutzutage belegt ein Paar Hänflinge bei mir eine Voliere während der Brutzeit und danach verbringt es , wenn ich die Durchflüge öffne, mit meinen anderen Vögeln gemeinsam den Winter.

Fortpflanzung

Hänflinge werden jeweils bis zur nächsten, dem Schlüpfen folgenden Brutperiode geschlechtsreif. Sie führen eine monogame Saisonehe. Sie führen im Jahr 1 bis 2 Bruten, in günstigen Lagen sogar 3 Bruten durch.

Paarbildung, Balz

Während der Balz spreizt das Männchen den Schwanz. So sind die weißen Außenfahnen deutlich zu sehen. Dabei sträubt es das Kopfgefieder und  lässt die vibrierenden Flügel hängen. Unter trippelnden Fuß- und Drehbewegungen verdreht es den Kopf  derartig, dass sein Körper eine senkrechte Haltung einnimmt. Der Gesang wird solange vorgetragen, bis das Weibchen kommt. Sofort verstummt der Gesang und die Begattung findet statt. Währenddessen lässt das Weibchen leise wispernde Laute hören. Die Begattungen erfolgen mehrmals täglich bis zur Beendigung der Eiablage.

Nest

An der Wahl des Nistplatzes sind beide Partner beteiligt. Während das Männchen auf geeignete Brutbüsche oder Brutzweige aufmerksam macht, bestimmt das Weibchen den genauen Stand. Beide Partner durchstreifen dann das Gelände und das Weibchen durchschlüpft die Zweige. An evtl. Plätzen findet ein Probesitzen statt. Das Männchen sitzt dann in der Nähe und singt. Meistens liegen die Nistplätze in ziemlich dichten Nadelzweigen, also gegen Licht geschützt aber dem Weibchen einen guten  Überblick gebend. Für das Grundfundament und den Mittelbau werden in unterschiedlichster Stärke trockene Grashalme, Krautstängel und Moos verwendet. Die Auspolsterung setzt sich aus  Tierhaaren, Wolle oder feinen Wurzelgeflecht zusammen. Es können  auch Zigarettenfilter, Bindfäden, Watte und weiche Federn verarbeitet werden. Die Bauzeit beträgt meistens drei bis vier Tage, kann sich aber bei einen Witterungsumschwung durchaus auf eine Woche verlängern.

Ei – Gelege

Die Eiablage findet meistens in den frühen Morgenstunden statt. Die Eier haben eine ovale Form. Ihre Grundfarbe ist bläulichgrün oder auch bräunlichweiß. Sie sind meistens mit ziegelroten bzw. rotbraunen Klecksen wie auch purpurbraunen Flecken, besonders am stumpfen Pol, versehen. Ein Gelege besteht erstaunlich konstant fast immer aus fünf Eiern. Seltener treten geringere Eizahlen zu Beginn oder am Ende der Brutzeit auf. Dieses ist aber gesetzmäßig und tritt auch bei anderen Vogelarten auf.
Nach Ablage des vorletzten bzw. letzten Eies beginnt das Weibchen mit dem Brüten. Während dieser Zeit wird es vom Männchen mit Nahrung versorgt. Es braucht also das Nest nur kurz zu verlassen um seine Notdurft zu entrichten oder sein Gefieder zu pflegen. Bei Störungen verlässt es das Nest heimlich. Es wird aber vorher durch das Männchen gewarnt.

Schlupf – Aufzucht

Nach 12 bis 13 Tagen schlüpfen die Jungen. Auch jetzt wird das Weibchen durch das Männchen gefüttert und gibt das Futter an die Jungen weiter. Nach dem Schlüpfen werden die Eischalen aus dem Nest entfernt. Die Jungen öffnen so am 4. bzw. 5. Tag die Augen. Ab jetzt hudert das Weibchen nur noch in der Nacht und beteiligt sich an der

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