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Zur Brutzeit zeigt das Männchen, wie sein Name schon sagt, eine rote Brust und Stirn. Das Weibchen ist ohne jedes Rot und dunkelbraun längsgestreift. Im Schlichtkleid ähneln sich die Geschlechter, obwohl das Männchen einen leichten rosa Hauch auf der Brust haben kann. Die Jungen sind Nesthocker und mit langen grauen Dunen besetzt. Ihr Rachen ist rosarot und die Schnabelwülste sind hellgelb.

Verbreitung -  Lebensraum

Der Hänfling ist auf den Kanarischen Inseln, Madeira, Europa, durch West-Sibirien bis zum oberen Ob und durch Kleinasien(südwärts durch Syrien bis Israel), Iran, Nord-Afghanistan, Turkestan und West-Sinkiang bis zum Altai beheimatet. Der Hänfling ist als eine vornehmlich europäische Art anzusehen, er fehlt im Norden von Fennoskandien und in den Steppen von der Halbinsel Krim bis zu den mittelasiatischen Gebirgen. Weiterhin ist er nicht heimisch in Nordschottland, in den bewaldeten höheren Mittelgebirgen und den Ostalpen.
Bei uns bewohnt er offenes Gelände mit Gebüsch, besonders Wacholderheiden, Bahndämme mit Gestrüpp, Weinberge und Ruderalflächen, wo er teilweise sogar überwintert.

Verhalten - Stimme

Hänflinge sind gesellige Vögel, welche nicht nur außerhalb, sondern auch während  der Brutzeit gerne in sozialen Verbänden zusammen leben. Ebenfalls wird das lockere Koloniebrüten, wie auch das gemeinsame Suchen nach Nahrung und die Benutzung eines Sammelschlafplatzes, aber auch das gemeinsame Wandern  in Gesellschaft durchgeführt. Mehrere  Paare suchen gemeinsam nach Nistmaterial und kommen auch geschlossen zurück.
Im Herbst und Winter, also außerhalb der Brutzeit, vergesellschaften sie sich mit anderen Finken, Cardueliden und Ammern.
Wer wohl den schönsten Gesang unter den heimischen Körnerfressern hat, der Hänfling oder der Stieglitz, ist Ansichtssache. Jedenfalls gehört der Hänflingsgesang mit zu den Besten. Er ist ansprechend und temperamentvoll. Er besteht aus Kräh- und reinen Pfeiftönen, welche mit den Lockrufen »Gjä-gjä« eingeleitet werden. Der Gesang wird von einer Warte oder im Flug vorgetragen. Zu hören ist er mit Ausnahme der Mauserzeit, das ganze Jahr über. Die Jungen lernen den Gesang vom Vater und wenn dieses aus irgendeinem Grund nicht möglich ist, so werden sie Stümper und können  dann direkt zur Nervensäge werden. Sie können aber auch von Vogelarten in ihrer Umgebung, Teile aus deren Gesang übernehmen.
Übrigens lassen auch Weibchen vor der Paarung oder auch der Eiablage einen leisen Gesang hören. Selbst nach der Mauser kann der Weibchengesang gehört werden.
Bei Störungen lassen sie ein durchdringendes »Düje« und als Warnruf ein leises und gedehntes »Tjuiid« hören.

Unterbringung

War noch bei DOST (1954) zu lesen: „Für die Haltung im Käfig ein empfehlenswerter Singvogel, der sich durch seinen guten Gesang auszeichnet und der einfach zu füttern ist“, so bin ich der Meinung, dass diese Zeiten vorbei sein sollten. Der Hänfling ist ein Vogel des offenen Geländes und gehört dementsprechend in eine Voliere. Dieses wurde durch Haltungsexperimente untermauert. Mit zunehmender Gruppengröße im Käfig nahmen die Vögel an Gewicht ab. Auch kann der Hänfling in der Voliere seinen angeborenen Drang zum Fliegen ausleben und seine natürlichen Verhaltensweisen entfalten.
Die Voliere sollte deshalb die Bepflanzung im Hintergrund haben und einen freien Vordergrund, welcher Raum zum Fliegen bietet. Hierbei bieten sich Rankgewächse wie Knöterich, Efeu oder Jelängerjelieber an, weil sie nicht allzu viel Platz beanspruchen. Sie haben nur den Nachteil zu wuchsfreudig zu sein. Weiterhin bieten sich Holunder, Weißdorn, Thuja oder Fichten an. Man sollte sie heckenmäßig zuschneiden, damit sie dicht werden um als Neststandort zu dienen. Wer keine Möglichkeit zur Naturbepflanzung hat, sollte nicht verzweifeln, denn er kann ja seine Volierenwände mit Kiefernästen oder andere Nadelholzzweige verkleiden.
Meine Volieren habe ich ja des öfteren beschrieben, deshalb nur ganz kurz. Sie sind überdacht, die Wetterseite ist verkleidet. Angegliedert ist ein Schutzraum. Meine Hänflinge
 

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