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Teil 9
Das ganze Jahr steht zur freien Aufnahme eine spezielle Waldvogelmischung,
angereichert mit Fichte, Negersaat, Salat, Leinsamen, Sonnenblumen und Kardi,
zur Verfügung. Dieses Futter wird aber während der Brutperiode kaum
genommen, sondern es werden die frischen Sämereien bevorzugt. Ebenso stelle
ich ein Keimfutter zur Verfügung, welches, mit Eifutter und etwas Kalk
vermischt, gerne aufgenommen wird; nur ist bei großer Wärme ist darauf zu
achten, dass es nicht verdirbt. Auch wird die Beerenzeit ausgenutzt.
Beerenfrüchte sind wichtig für eine reibungslose Mauser und sorgen für eine
gute Gefiederfärbung.
Anfang des Jahres reiche ich meinen Gimpeln regelmäßig Obstzweige, wovon sie
gerne die Knospen verzehren. Sind die Knospen noch nicht genug
angeschwollen, so können die Zweige, ins Wasser gestellt, im Heizungskeller
treiben. Frische Nadelholzzweige werden auch gerne beknabbert.
Dass täglich frisches Trinkwasser geboten wird, sollte selbstverständlich
sein. Dieses wird während der Brutzeit und der Mauser zweimal wöchentlich
mit Vitaminen angereichert.
Die Zucht des Gimpels bei
richtiger Ernährung und paarweise in einer mit Nadelhölzern ausgestatteten
Voliere ist zwar nicht immer einfach, aber mit ein wenig Mühe zu schaffen.
Seine Haltung und Zucht ist sehr interessant und macht viel Freude. Nun habe
ich das Glück, auf dem Lande zu wohnen und kann daher regelmäßig noch
Nahrungspflanzen beschaffen. Die Landwirtschaft bewirtschaftet aber immer
intensiver ihre Felder, so dass teilweise die Feldraine mit davon betroffen
sind. Da sollte man das Risiko nicht eingehen und versuchen die Ernte der
entsprechenden Wildkräuter in den eigenen Garten verlegen.
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