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Kennzeichen

In diesem Artikel geht es mir hauptsächlich um die drei hier in Deutschland lebenden  Unterarten, deshalb spreche ich alle anderen Formen nur kurz an.
Alle Rassengruppen von Pyrrhula, gleich ob murina, pyrrhula, cineracea oder griseiventris, haben in beiden Geschlechtern eine schwarze Kopfplatte. Die Männchen lassen sich in drei Farbgruppen anordnen:
1. Graubäuchig (statt rote Unterseite) sind murina und cineracea. Ihnen fehlt jegliches Rot.
2.  Bei griseiventris und kurilensis ist das Rot stark reduziert. Das Männchen trägt rote Kopfseiten und eine rote Binde unter dem Kinn, welche teilweise die Brust noch färbt, ansonsten ist die Unterseite zart blaugrau schimmernd. Kurilensis hat einen dickeren Schnabel als griseiventris.
3. Die rotbrüstigen Gimpel wie pileata, europaea, iberiae, coccinea, pyrrhula, rossikowi, caspica und cassini lassen sich vor allem durch ihre unterschiedliche Größe und durch ihre Farbintensität unterscheiden. Von Pyrrhula sind die drei bei uns vorkommenden Unterarten: pyrrhula ist mit 165 mm bedeutend größer und lebhafter gefärbt als europaea mit 135 mm, während coccinea resp. germanica mit der Größe von 150 mm und Färbung dazwischen steht.

Männchen: Schwarze Kopfplatte, schwarzes Kinn und dicker, schwarzer Kegelschnabel. Der Rücken ist blaugrau. Flügel und Schwanz schwarz. Flügelbinden, Unterbauch, Unterschwanz und Bürzel sind weiß. Wangen, Brust, Flanken und Oberbauch leuchtend rosenrot. Das Auge ist tiefbraun und die Füße schwarzbraun.

Weibchen: Ebenso wie Männchen, schwarze Kopfplatte, schwarzes Kinn, schwarzer Schnabel, schwarze Flügel mit weißer Binde und schwarzer Schwanz. Rücken bräunlichgrau. Brust, Flanken und Unterseite hell graubraun mit einem ganz leichten Stich ins Rötliche. Augen tiefbraun und schwärzliche Füße.

Jungvögel: Sind ähnlich wie Weibchen gezeichnet, aber das Kleingefieder zeigt mehr braun. Heller Schnabel. Auch ist der Kopf noch ohne Schwarz, welches erst bei der Mauser nach sechs bis acht Wochen langsam erscheint. Junge Männchen haben beim Ausfliegen auf der Brust einen leicht rötlichen Anflug. Sicher sind die Geschlechter aber erst mit fortschreitender Jugendmauser zu unterscheiden. Man kann auch bei befiederten Nestlingen ein paar Brustfedern ziehen, bei Männchen schieben sich dann rote Federn nach.

Nestling: Geschlüpfte Nestlinge haben lange graue Dunen auf Kopf und Rücken. Ihr Rachen ist rosafarben, welcher links und rechts mit einem purpurgrauen Fleck versehen ist, während die Schnabelwülste gelb sind.

Farbmutationen: Sie sind beim Gimpel hin und wieder vorgekommen, wobei meistens solche mit viel Schwarz oder ganz schwarzem Gefieder vorgekommen sind. Wenige Male sollen ganz weiße Vögel vorgekommen sein, wobei die Männchen eine rosarote Brust trugen, was besonders hübsch ausgesehen haben soll. Ich selber habe solche Tiere in natura noch nicht gesehen, sondern nur auf Bildern. Wohl sah ich vor 15 bis 20 Jahren Gimpel, welche durch pure Hanffütterung fast schwarz waren.
Mutationen gibt es inzwischen in Braun, Isabell, Pastell und Geperlt. Da mich aber nur die wildfarbigen Gimpel interessieren habe ich keine Aufnahmen über Mutationen in den Artikel aufgenommen. Wer sich aber welche ansehen möchte, kann das im Vogellexikon der AZ.

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