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Ernährung

Der Eisvogel ist Ansitzjäger und sitzt dabei auf einem über dem Wasser hängenden Ast auf Lauer. Erspäht er einen Fisch, so taucht er blitzschnell mit geöffnetem Schnabel ins Wasser. Er ist ein guter Jäger. Kurz nach dem Tauchen startet er wieder zu seinem Ansitz. Die Beute wird totgeschlagen und mit dem Kopf voran verschluckt. Er nimmt an kleinen Fischen hauptsächlich Forellen, Gründlinge, Elritzen, Plötzen, Rotfedern und Stichlinge. Besonders in der Brutsaison nimmt er Wasserinsekten, Kaulquappen und Krebse zu sich. Bei der vielseitigen Nahrung die er schluckt, ist einiges was nicht verdaulich ist, wie beispielsweise Fischgräten, Fischschuppen und Chitinteile von Insekten. Diese Teile werden als Gewölle ausgewürgt.
Die Eisvogeljungen haben bis zum 20sten Tag einen Nahrungsbedarf von 25 % ihres Gewichtes und darüber hinaus nur noch 20 %.
Mancherorts wird der Eisvogel wegen seiner nur zum Teil aus Fischen bestehenden Nahrung heute noch verfolgt, obwohl er unter Schutz steht. Es wird aber verkannt, dass er auch noch Insekten, deren Larven und kranke Fische verzehrt. Da Fischbrutteiche in der Regel klein sind, so sollte der Besitzer, wenn er keine Verluste in Kauf nehmen möchte, diesen mit Netzen überspannen.

Zucht

Die Zucht der Eisvögel gilt als schwierig und man sollte sie nur den Spezialisten überlassen. Hinzu kommt noch die artgemäße Unterbringung in einer Voliere mit einem Tauchbecken und natürlich die Beschaffung von kleinen Fischen. Eine Haltung des Eisvogels kommt aufgrund gesetzlicher Bestimmung für einen Privatmann kaum in Frage. Deshalb sind sie fast immer in Vogelparks oder Zoos als Attraktion zu besichtigen. Hier kann auch den Tauchbecken den so wichtigen Sauerstoff zugeführt werden um die herrlichen Farben des Eisvogels zu sichern. Ganz selten gelang die Zucht von Unfallopfern und Jungvögeln. Noch schwieriger wäre es zur Zeit, diese Eisvögel auszuwildern, da zusätzlich keine entsprechenden Biotope vorhanden sind. Die Welterstzucht gelang schon 1932 dem Österreicher P. CARNIEL. Dann züchtete der Tierpark HELLEBRUNN in München 1969 diesen schönen »Edelstein« und letztendlich züchteten 1987 LÖVENICH und POCH den Eisvogel. Sie nutzten die Gelegenheit einen herrlichen Videofilm herzustellen.

Verluste, Feinde

Der Rückgang der Eisvögel ist groß. Viele Gründe spielen hier eine Rolle. Sehr schlimm sind die katastrophalen Schäden durch Wasser und Feuer die nicht nur bei uns sondern auch bei unseren Nachbarn auftreten können. Eine Hochwasserflut zerstört nicht nur die Lebensräume des Eisvogels, sondern die meisten Eisvögel die sich im betroffenen Gebiet befinden werden getötet und rettet sich doch einer, so muss er verhungern.
 

Ausklang

Man fragt sich warum der Eisvogel so selten ist, obwohl er 3 Bruten hochbringt und  das sind rund 20 junge Eisvögel. Die noch intakten Eisvogelbiotope werden durch Erholungssuchende und Wassersportler, aber auch durch Spaziergänger mit freilaufenden Hunden stark gestört.
Ebenso sind Beeinträchtigungen durch Naturfreunde mit Kamera recht häufig, obwohl bessere Dias zu kaufen sind. Sie wandern ab und suchen neue Lebensräume und finden keine. Hinzu kommen die kalten Winter, die Eisdecke ist geschlossen und die Eisvögel müssen hungern oder abwandern. Früher als fast alles in Ordnung war, holten sie ihre Verluste in kurzer Zeit wieder auf.
Ein neues immer stärker werdendes Umwelt- und Naturdenken sucht Lösungen für unseren Eisvogel. Es laufen ja schon Projekte, welche Lebensräume vieler bedrohter Pflanzen und Tiere helfen sollen. Man kann den Eisvogel nicht durch Fütterungsaktionen helfen wie Amsel, Drossel und Fink, sondern nur durch verantwortungsvolleren Umgang mit unserer Landschaft. Hoffen wir für unseren Eisvogel, dass es noch nicht zu spät ist.

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