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Schwerstarbeit
leisten. Dieses verläuft fast immer im gleichen Turnus: Graben – Baden –
Nahrung fangen – Weibchen füttern – Baden – Graben und so weiter. Die
Brutröhre ist im Durchschnitt 6 bis 7 Zentimeter dick und hat eine Länge
von 30 bis 95 Zentimeter. Am Ende der Röhre ist die Nestkammer
angebracht. Nistmaterial wird nicht eingetragen. Eine Höhle kann für
mehrere Bruten benutzt werden. Gerne werden auch künstliche Höhlen
angenommen, welche vom Menschen gefertigt und eingegraben wurden. Ei – GelegeDie 6 bis 7 Eier eines Geleges werden auf dem nackten Boden gelegt, wo sich aber im Laufe der Zeit ein Belag aus Gewölle bildet. Die Eier haben eine Größe von 23 x 19 Millimeter und wiegen knapp 5 Gramm. Da in einer dunklen Höhle Tarnfarbe nicht nötig ist, sind die Eier weiß. Die Ablage erfolgt täglich. Mit dem Brüten wird erst begonnen, wenn das Gelege vollständig ist. Dann wechseln sich beide Partner in Intervallen von 1 bis 3 Stunden ab. Während des Brütens würgen die Eisvögel Gewölle auch Speiballen genannt aus unverdauten Fischgräten und Schuppen hervor und verstreuen diese in der Nestkammer. Die Brutdauer beträgt 21 Tage. Bei einer Schachtelbrut brütet das Weibchen auf dem 2. Gelege, während das Männchen die Jugend füttert und führt. Schlupf – Aufzucht
Die geschlüpften
Nesthocker werden mit kleinen Fischen, den Kopf voran, gefüttert. Aus
der Lage des Fisches kann man beim Eisvogel sehen, ob er ihn verfüttern
oder selber zu sich nehmen will. Die Eischalen werden aus der Höhle
entfernt und über dem Wasser fallen gelassen. Sie werden dann
fortgespült und können somit die junge Brut nicht verraten. Das Leben
bei Familie Eisvogel ist straff organisiert und so gibt es bei den
Jungen keinen Streit. Der Hungrigste sitzt vorn in der Nestkammer,
schaut in die Röhre und lässt sein »Vrün« hören. Ist der Hunger gestillt
worden, so dreht es sich mit dem Hinterteil zur Röhre und spritzt seinen
dünnflüssigen Kot hinein, wo er in den ersten Tagen versickert und
danach hinausläuft. Da der dünnflüssige Kot nicht schnell genug im Boden
versickern kann, sammelt sich ein ziemlicher Morast an. Darum wundert es
nicht, wenn sich die Eltern nach einer Fütterung sofort ein
Reinigungsbad genehmigen. Dann begibt sich das Junge nach der Fütterung
nach hinten um auszuruhen. Vorne rückt eines seiner Geschwister nach um
auf Nahrung zu warten. Meistens muss es eine halbe Stunde warten. Bei
schlechter Witterung kann es noch länger dauern. Das Ganze spielt sich
in völliger Dunkelheit ab ohne das es zum Streit kommt. Die strenge
Disziplin sorgt dafür, dass jeder zu seinem Recht kommt. Die Eltern
haben beim Füttern eine Hilfe in der Dunkelheit. Die Jungen haben einen
kleinen Fleck an der Schnabelspitze, damit der offene Schnabel von den
Eltern ohne Schwierigkeit gefunden wird. MauserDie Jugendmauser ist eine Teilmauser. Sie beginnt Ende Juli, erfährt ihren Höhepunkt im September und kann im Oktober schon abgeschlossen sein. |