zurück zu Teil 1 / 5              Teil 2

bullet

In Bächen und Teichen muss sauberes, klares Wasser sein.

bullet

Uferböschungen oder Steilwände müssen aus Sand oder Lehm sein.

bullet

Es müssen ausreichend Sitzwarten durch überhängende Zweige von Büschen und Bäumen vorhanden sein zur Anlage der Neströhren und

bullet

genügend Nahrung in Form von Kleinfischen.

Verhalten - Stimme

Der Eisvogel ist besonders menschenscheu. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Es gibt Angler die behaupten, dass sich der Eisvogel auf ihre Angelrute gesetzt hat und solange darauf saß bis er vertrieben wurde. Das Revier wird besonders gegen Artgenossen verteidigt. Seine beliebten Sitzwarten überlässt er selbst größeren Vögeln nicht und verjagt diese. Sein Flug ist sehr schnell mit schnurrenden Flügelschlägen. Er flitzt dicht über die Wasseroberfläche mit  sehr variabler Geschwindigkeit und plötzlichem Wenden in andere Richtungen. Bei der Nahrungssuche sitzt er ruhig auf einem Ast oberhalb der Wasseroberfläche und stößt urplötzlich hinab, sobald ein Beutetier in Reichweite gelangt. Fast im gleichen Augenblick taucht er schon wieder auf. Mit dem Fisch im Schnabel nimmt er auf seinem Ansitz Platz, bearbeitet seine Beute und verschlingt sie.
Die Größe des Reviers hängt ab von der Fischmenge und von den geeigneten Nistplatzmöglichkeiten. Beide Partner verbringen den Winter allein in getrennten Revieren.
Als Revierabgrenzung wird während des Fluges und vor der Landung ein lauter Pfiff wie »Tit-tit« abgegeben. Gewarnt wird mit »Zütt-zütt« und steigert die Erregung zum Höhepunkt ruft er ein »Tit-thüt-tit-thüt«. Eine Vielzahl von zwitschernden Lauten, besonders ein schrilles und sehr gut hörbares (obwohl nicht laut) »Krii-kiki« oder ähnliche Äußerungen sind zu hören. Während der Paarungszeit und manchmal auch während der Jagd im Winter, ist ein melodischer Gesang zu hören, der sich aus trällernden und pfeifenden Lauten zusammensetzt.

Fortpflanzung

Beim Eisvogel erfolgt die Geschlechtsreife im 1. Lebensjahr. Meist wird eine monogame Brut- oder Saisonehe geführt. Während einer Brutperiode ist ein Partnerwechsel häufig. Auch ausgefallene Ehegatten können innerhalb weniger Tage ersetzt werden. In den Monaten von April bis August werden 2 bis 3 Bruten durchgezogen. So versucht die Natur wieder das Gleichgewicht herzustellen um Verluste durch den Winter wieder auszugleichen.

Paarbildung, Balz

Männchen und Weibchen verbringen die Wintermonate allein in getrennten Revieren. Bei milden Wintern im Dezember/Januar, sonst im Februar/März erfolgt die vorsichtige Anpaarung. Sie beginnt mit auffälligen Rufkontakten und Flugjagden, die kurz über dem Wasser oder hoch in der Luft stattfinden. Der Erfolg stellt sich ein, wenn das Weibchen einen Fisch als Geschenk annimmt. Dieses Balzfüttern hält während der gesamten Brutzeit an. Hiernach leitet das Männchen durch seine Imponierhaltung die Kopula ein. Dann fordert das Weibchen mit hängenden und zitternden Flügeln sowie Rufen zur Begattung auf. Das Männchen lässt sich aus dem Flug auf das Weibchen nieder. Mit dem Schnabel hält es sich an den Nackenfedern des Weibchens fest. Flügelschlagend wird die Kopulation vollzogen.

Nest

Dann wird Ausschau nach einem Nistplatz gehalten, welcher vom Männchen bestimmt wird. Sie graben dann gemeinsam in eine Böschung die leicht nach oben verlaufende Brutröhre. In Ausnahmefällen, wenn eine Böschung nicht vorhanden oder diese nicht hoch genug ist, wird auch mit Baumlöchern oder Löchern in Brücken vorlieb genommen. Während der Bauzeit muss das Männchen

weiter zu Teil 3 / 5